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Die "Gesellschaft zur Förderung eigenständiger Krankheitsbekämpfung in Entwicklungsländern (GEFEK)" wurde von mehreren Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Justus-Liebig-Universität-Gießen im Jahr 2004 gegründet. Sie bezweckt die Förderung des Austausches von medizinischem Wissen und biomedizinischer Technologie auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten zwischen Ländern mit hohem Gesundheitsstandard und Entwicklungsländern. Infektionskrankheiten sind in Entwicklungsländern die häufigste Todesursache, insbesondere für Kinder unter 5 Jahren. Für gezielten Einsatz von Medikamenten fehlt häufig die Information, mit welchem Krankheitserreger ein Patient infiziert ist, denn viele Krankheitserreger führen nur zu diffusen klinischen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber. Es besteht ein dringender Bedarf an einfachen und preiswerten Methoden zur spezifischen Diagnose. Durch den Fortschritt der biomedizinischen Forschung sind in der Vergangenheit viele neue, zumeist auf molekularbiologischen Techniken basierende Nachweismethoden für Infektionskrankheiten entwickelt worden. Diese neuen Methoden haben den Vorteil, dass sie nicht nur sehr schnell zu eindeutigen Aussagen über die Krankheitserreger führen, sondern dass sie auch unter den finanziell eingeschränkten Möglichkeiten der Entwicklungsländer durchgeführt werden können. Wichtigstes Ziel der Gesellschaft ist es, die Kenntnis dieser neuen Techniken zur Diagnose von Infektionserregern in Entwicklungsländer zu transferieren und sie in den dortigen Gesundheitssystemen zu etablieren, dass sie eigenständig, d.h. ohne Hilfe von außen durchgeführt werden können. Der Technologietransfer betrifft nicht nur die Durchführung der verschiedenen Diagnoseverfahren, sondern auch die Vermittlung der Herstellung der notwendigen Testsubstanzen. Die Kenntnis und die Durchführung der Technologie durch Wissenschaftler der eigenen Bevölkerung erscheint als die beste Garantie für ihre nachhaltige Anwendung.